Musiker & Bands - Kurz vorgestellt

2. Mai - Berge

Berge sind das Berliner Singer-Songwriter-Duo Marianne Neumann und Rocco Horn. Die beiden schreiben seit dreizehn Jahren zusammen deutsch-sprachige Popsongs. 2009 erschien ihr selbstveröffent-lichtes Debütalbum ,Keine Spur’. Seitdem spielten Berge unzählige Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie, auf Einladung des Goethe Instituts, in Weißrussland, Russland, Kasachstan und Litauen. 2015 erschien ihr zweites Album ,Vor uns die Sinnflut’ mit den Singles ,10.000 Tränen’, ,Ich bin hier’ und ,Glück’ auf dem Label Columbia/Sony Music. Das Album verkaufte sich bisher knapp 10.000 mal. Begleitend zur Albumveröffentlichung spielten Berge 2015 und 2016 drei Tourneen mit Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein neues Album erscheint im Frühjahr 2019.

           



3. Mai - Lina Maly

 LINA MALY hat dieses gewisse Etwas in ihrer Musik: Das liegt schlicht an ihrer Art zu schreiben und ihrer Art zu singen. Mal leise und melancholisch, dann wieder pointiert und nachdrücklich, manchmal lieblich und gehaucht, an anderer Stelle fast eher gesprochen als gesungen, schickt sie ihre Worte auf die Reise. Durch dieses Zusammenspiel von Text, Stimme und viel Gefühl, hört man LINA MALY nicht nur, man spürt regelrecht, was sie beschäftigt, man fühlt was sie umtreibt. Von der Schulbank auf die Bühne, das ist der Weg, den die gerade erst 21-jährige konsequent beschritten hat. 2016 eröffnete sie zwei große Open Air Konzerte der französischen Sängerin ZAZ in Deutschland anschließend ging sie mit ihrer Band auf ihre erste Deutschlandtournee und stellte ihr grandioses Debütalbum „Nur zu Besuch“ vor. Diese Vorstellung dauerte auch durch das Jahr 2017 an. Parallel zu ihren eigenen Shows begeisterte Lina Maly als Support das Publikum von Philipp Poisel, Pohlmann, Vierkanttretlager, Alexa Feser, Max Mutzke und Maxim – anhand dieser hochkarätigen Namensliste des vielschichtigen Deutschpops sollte deutlich werden, dass Lina Maly stilistisch richtige Entscheidungen fällt, die sie hoffentlich selbst bald in die erste Liga des Deutschen Songwritings katapultieren. Die Entscheidung der GEMA, LINA MALY mit dem Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ 2018 auszuzeichnen, empfinden wir daher als absolut passend.

 


4. Mai - Bell Book and Candle 

wie wir sind

 

So geht Deutschpop 2017. Eine Hookline, die sich unwiderstehlich in den Gehörgängen einnistet und mehr als einen Sommer reicht. Ein Sound, der geprägt ist vom gekonnten Zusammenspiel seiner Macher, bei dem jeder Ton souverän klar macht, dass die Band nicht erst seit gestern zusammenspielt. Und mit nachvollziehbaren Lyrics, die jeder auf seine eigene Erfahrungswelt herunterbrechen kann: „Wie wir sind“ – die neue Single von Bell Book & Candle.

Kenner stutzen, denn diese Band gab es bisher nur in Englisch. Doch sie sind erwachsen geworden, der Blick ist geschärfter, der Erfahrungsschatz reicher. Es sind andere Themen als mit Twenty Something – warum nicht gleich in der Muttersprache? Eine logische Konsequenz, bedenkt man, dass es in der bisherigen Karriere von Bell Book & Candle zwar Höhen und Tiefen gegeben hatte, doch niemals Stillstand. Erinnern wir uns: Das Berliner Trio um Jana Groß, Andy Birr und Hendrik Röder trat gleich mit der allerersten Single einen internationalen Siegeszug an. „Rescue Me“, so hieß der Hit in den späten Neunzigern, tummelte sich in mehr als 20 Ländern in oberen Charts-Regionen. Selbst in UK konnte sich die Nummer platzieren. In Deutschland und Österreich erlangte „Rescue Me“ Platinstatus, in Schweden und Spanien gab es Gold. Bell Book & Candle avancierten zu eine der wenigen deutschen Bands von internationalem Format. Mit weiteren Hits wie „Read My Sign“ oder dem Tatort-Schimanski-Song „Bliss In My Tears“ sowie mehreren Alben untermauerten Bell Book & Candle ihren erstklassigen Ruf. Sie verkauften mehr als zwei Millionen Tonträger, heimsten Preise wie die Goldene Kamera und die Goldene Europa ein und selbst Sheryl Crow schrieb der Band einen Song.

 

Jetzt melden sich Bell Book & Candle mit der neuen Single „Wie wir sind“, dem ersten Vorboten aus dem kommenden Album „????????“, zurück. Sängerin Jana Groß, von der alle Texte kommen, hat einschlägige Erfahrungen mit deutschsprachigen Lyrics: sie schrieb das Titelstück des ARD-Mehrteilers „Das Beste aus meinem Leben“, steuerte die Zeilen für Andreas Bickings Kompositionen für die „Schloss Einstein“-Serie bei und bescherte Eisblume einige Top10-Singles. Nicht zuletzt überraschten Bell Book & Candle in ihren eigenen Konzerten stets mit ein, zwei deutschen Songs.

 

Denn Bell Book & Candle waren nie wirklich weg. Sie machten das, was jede echte Band machen sollte, wenn sie es kann: live spielen. Bell Book & Candle haben etwa 1800 Konzerte zwischen Templin und Texas gespielt. Ein Erfahrungsfundus, von dem die Drei heute profitieren. Die zwei Dekaden im unveränderten Line Up stehen nicht nur für einen klar definierten Umgang unter Musikerkollegen, sondern für eine echte Freundschaft. Aus den Anfangstagen sind die ungebremste Leidenschaft und der opulente Ideenreichtum geblieben, der Hang zu großen Melodienbögen und vielschichtigen Arrangements. Das gepaart mit den Möglichkeiten aktueller Popproduktionen und dem Wissen gestandener Musiker macht Bell Book & Candle zu Künstlern, deren Zeit nun endgültig gekommen ist.

 

Die Single „Wie wir sind“ steht exemplarisch für die neue Herausforderung. Es ist eine Hymne auf das Selbstvertrauen. Ein Aufruf zur Gelassenheit. Auf die Chance, aus den Erfahrungen des bisherigen Lebens Mut zu schöpfen und Neues zu wagen.

 


9. Mai - Nadine Maria Schmidt

& Frühmorgens am Meer (Trio)
(Folk / Kammer-Pop / Liedermacher / Singer-Songwriter)

"Sie ist anders [...] An ihrer Stimme kommt man nicht vorbei...“ schreibt die Süddeutsche Zeitung in einer Konzertrezension. Nadine Maria Schmidt steht für Stimme & Poesie. Mit ihrer Band „Frühmorgens am Meer“ veröffentlichte sie bisher zwei Alben. Beide wurden für den Preis der deutschen Schallplatten-kritik nominiert, das 2014 erschienene Album „Lieder aus Herbst“ sogar zweifach. Zudem wurde die Liedermacherin mit dem renommierten Förderpreis der Liederbestenliste 2016 ausgezeichnet, den u.a. schon Dota oder auch Felix Meyer erhielten. Im Mittelpunkt stehen detailverliebte Arrangements vom A-Capella-Stück bis hin zur Bandkomposition und Schmidts tiefe, knarrende, gurrende, flüsternde, hauchende, zerbrechende, schreiende, jubilierende Stimme sowie die eigenwillige Poesie ihrer Texte. Welche Themen sie besingt, erschließt sich manchmal sofort, manchmal später, manchmal nie. Schmidt sammelt Lebensgeschichten. Zusammen mit Till Kratschmer am Klavier und Christoph Schenker am Cello hinterlässt sie eine „melancholische Anleitung zum Glück“ (LVZ). Musikalisch bedient sich die Band aus den Genres Kammer-Pop, Folk und Jazz. Tipp für Freunde tiefer Frauenstimmen und eigenwilliger Liedermacher/-innen wie Wenzel oder Dota.

„Ein Genuss für den Gourmet.“ (Kulturmagazin Zeitpunkt) „[...] jeder einzelne Song ein Kunstwerk“ (Deutsche Mugge) [...] eine Sängerin [...], die Maßstäbe verschiebt (Thüringer Allgemeine) „[...]mit gleichermaßen tief- wie eingängigen Versen auf Deutsch, mit eigenwilliger Metaphorik und verschrobener Poesie, mit der dynamischen (Pop-)- Musik ihrer Band, die das extrem Bildhafte der Songs so richtig zur Geltung bringt." (Jazzthing)

 „Die deutschen Texte stehen im Einklang mit den malerischen musikalischen Arrangements, eine individuelle Synthese aus gelegentlich atemberaubender poetischer Artistik sowie unpathetisch Menschlichem/Weiblichem/Humanistischem. " (Jochen Arlt - Jury Preis der deutschen Schallplattenkritik)

 „Es ist wie ein Orkan, ein Tornado, ein Wirbelsturm, der einen packt und vom Hocker reißt. Eine Stimme, die singt wie hundert Winde, die uns leise ins Ohr flüstert und im nächsten Moment so laut schreit, dass einem das Trommelfell platzt. Texte, die sich wie ein Faust durch den harten Panzer stoßen und einen genau dort packen, wo es am meisten weh tut – an den eigenen Ängsten und Sehnsüchten, an den tiefsten Abgründen. Nadine Maria Schmidt kratzt an den Fassaden, bröckelt den Putz ab und lässt uns komplett entblößt stehen. Und die Band , die sich ihr anschloss, ist wie eine starke Hand, die sie mutig und gekonnt durch ihre Lieder trägt.“ (Blitz)


10. Mai - Pascal von Wroblewsky

Die Soultemperierte Vier
Pascal von Wroblewsky zählt zu den großen Stimmen des europäischen Jazz. Mit ihrem enormen Stimmumfang, der vom Tenor bis zum Mezzosopran reicht, und den reichen Nuancierungen ihrer Interpretationen hat sie die Jazzlandschaft geprägt. Gemeinsam mit dem Dresdner Posaunisten Micha Winkler, dem Pianisten Reimar Henschke und Demetrios Karamintzas an der Oboe hat sich ein Quartett entwickelt, das eine herrliche Gratwanderung zwischen Klassik und Moderne vollzieht, frei von Konventionen, voller Spielfreude und Vergnügen!
Die strahlende Kraft Bachs wird nicht geschwächt, die Musiker finden in den neuen Arrangements den Weg durch die Moderne und imaginieren, wohin Bachs Weg im 21. Jahrhundert hätte führen können. Der konsequent klischeefreie, schnörkellose Umgang mit dem musikalischen Erbe zeigt Geschmack und lenkt den Blick immer wieder von außen auf das Original. 
Besetzung:  Pascal von Wroblewsky, Micha Winkler, Reinmar Henschke und Demetrios Karamintzas 

Foto Rüdiger Schestag


11. Mai - Bettina Wegner & Karsten Troyke

Die deutsche Liedermacherin und Lyrikerin Bettina Wegner, einem breiten Publikum durch das Lied "Sind so kleine Hände", zahlreiche LPs und CDs, Bücher mit Gedichten und Liedtexten, bekannt, begab sich im Jahr 2007 in den künstlerischen Ruhestand. Wegner zog sich von der Konzertbühne zurück, die sie mit Joan Baez, Konstantin Wecker, Angelo Branduardi und vielen anderen geteilt hatte. Im Prinzip.
Ihre Stimme ist jedoch ungebrochen stark, und wenn Karsten Troyke sie bittet, einen gemeinsamen Abend zu machen, tritt sie doch hin und wieder auf, immer begleitet vom Gitarristen El Alemán (aka Jens-Peter Kruse).
Die Liedermacherin und der Sänger-Schauspieler lassen in ihrem Programm Zeugnisse einer Liedkultur aufleben, die selten geworden ist. Nicht „cool sein“, sondern sich zeigen, nicht „Spaß haben wollen“ als Ausdruck von Resignation, sondern offenes Lachen und Fragen in Liedern.
Bettina Wegner, mit Berliner Charme und der Sensibilität, für die sie steht, lässt die verschiedenen Facetten von Melancholie, eine latent spürbare Aggressivität berühren. Das zornige Crescendo, durch kräftiges Stimmen-Vibrato noch gesteigert, wird gebrochen durch lockere und gar ironische Moderation, der eine selbstverständliche Menschenliebe zugrunde liegt.
Karsten Troyke weiß einen ganz anders differenzierten Ton anzuschlagen, selbst bei beklemmender Thematik gelingt es ihm noch, das Zynische mit dem Komischen, das Grauenhafte mit dem Grotesken zu verbinden. Seine Stimme wirkt zwar weniger „schön“, aber nicht minder eindringlich und hat eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit.
Beide sind einer Art des Singens verpflichtet, die zunächst schöne Lieder, auch Volkslieder präsentiert, aber durch die politischen Umstände gleichsam dazu gezwungen wird, politische Lieder zu bringen.


12. Mai - Tim "Doc Fritz" Liebert & Nico Schneider

Einfach mal Singen

Ein etwas anderer Nachmittag. Es wird nichts präsentiert, sondern alle zusammen sind Teilnehmer und Musikanten. Wir wollen zusammen Volkslieder singen und da wir uns damit oft schwertun, gibt es Vorschläge und Texte sowie die dazugehörige Begleitung von einem der das gut kann. Angeleitet von Tim „Doc Fritz“ Liebert und Nico Schneider vom Duo Doc Taylor wird das ein besonderer Abend. Für Viele ist es sicherlich eine „exotische“ Entdeckungsreise in die eigene Tradition, vielleicht die Begegnung mit etwas ganz Neuem oder eine vertraute evtl. etwas angestaubte Erinnerung. Zur Auswahl stehen Gesellenlieder wie „Es, es, es und Es“, vertraute Lieder wie „Kein schöner Land“ oder „Die Gedanken sind frei“, Kneipenlieder wie „Papst und Sultan“ oder die „Gesellenwoche“, was fürs Herz wie „Ade zur guten Nacht“ oder „Nehmt Abschied Brüder“ linke Freiheitslieder und Wandervögel-Hits wie „Trotz alledem“ oder „In dem Kerker saßen“ und natürlich der ein oder andere Zungenbrecher/Gehirnverdreher wie „Drund`in der grünen Au“. Wer will kann aber auch einfach nur zuhören und sich über die Anderen freuen.

 


12. Mai - Simon & Garfunkel Revival Band

Es gibt wenige Künstler, denen ein vergleichbar guter Ruf vorauseilt, wie dies bei der Simon & Garfunkel Revival Band der Fall ist. Wo sie auch auftreten, hinterlassen die sympathischen Vollblutmusiker ein begeistertes Publikum und überschwängliche Kritiken.

 In ihrem Programm „Feelin´ Groovy“ präsentieren sie die schönsten Songs des Kult-Duos.

 Traumhafte, leidenschaftliche Balladen wie „Scarborough Fair“ oder „Bright Eyes“, Klassiker wie „Mrs. Robinson“, „The Boxer“ oder „The Sound of Silence“ gehören ebenso fest zum umfangreichen Repertoire wie die mitreißende „Cecilia“.

Einfach nur Nachspielen reicht da nicht! Um das Musikgefühl und die vielen kleinen musikalischen Raffinessen zu erwecken, benötigt man auch erstklassige Musiker. Michael Frank Gesang & Gitarre, Guido Reuter Gesang, Geige, Flöte und Klavier, begleitet von Sebastian Fritzlar an Gitarre, - Klavier, - Trommel & Bass, Sven Lieser an der Gitarre sowie Mirko Sturm an den Percussion & am Schlagzeug, schaffen den Seiltanz aus vollendetem Cover und eigener Interpretation so authentisch, dass das Publikum in einen regelrechten Sog zwischen ihre sehr rhythmischen und den gefühlvollen Nummern gerät. Mit ihren bis ins kleinste Detail abgestimmten Gesangs- und Instrumentaldarbietungen lassen sie die Grenze zwischen Original und Kopie verschwimmen. Allein die mit den Originalen nahezu perfekt übereinstimmenden Stimmlagen sind dabei an Authentizität kaum zu überbieten.

Die instrumentalen Fertigkeiten der Musiker sind ebenso beeindruckend, wie ihre Bühnenpräsenz. Sie zeigen eine perfekte Show, ohne dass sie große Showeffekte nötig haben.