Musiker & Bands - Kurz vorgestellt

29. April   AcordoSol

AcordoSol - das ist der Gitarrist Rafael Silveira und die Sängerin Judith Antkowiak. AcordoSol ist aus dem Portugiesischen abgeleitet: „A cor do sol“ bedeutet „die Farbe der Sonne“. Die beiden Musiker kombinieren brasilianische Musik der Stilrichtungen Bossa Nova, Samba und Música Popular Brasileira mit Liedern aus Pop, Reggae, Swing, Blues und Chanson in englischer, spanischer und französischer Sprache. Mit teils bekannten Titeln, teils unbe- kannten musikalischen Schätzen entführt das Duo sein Publikum in eine Welt warmer, sonniger Klangfarben.

           



2. Mai   Malou 4 (intim)

 

Malou, heißt das Projekt, in dessen Zentrum die Jenaer Sängerin Andrea Zöllner und der Hallesche Gitarrist Scotti Gottwald stehen. Ihre Musik ist wie das Cover ihrer ersten CD, ein Setzkasten mit einer herrlich bunten Mischung von unterschiedlichsten Dingen, eine Melange von Folk, Blues, Jazz & Chanson. Andrea, deren Stimme ein wenig der von Silje Nergaard ähnelt, singt englisch, französisch, spanisch und deutsch und kann es sich mit Ihrem Akkordeon auf dem Soundteppich, den Scotti mit Akustik- und E-Gitarren und seiner Loopstation webt, „bequem“ machen. Die meiste Zeit sind sie so auch als Duo unterwegs. Inzwischen hat sich aber auch eine sehr produktive Zusammenarbeit mit der Cellistin Ilka Griesser, dem Bassisten James Dietze und dem Schlagzeuger Ralf Schneider ergeben. So treten sie als Trio, Quartett oder auch zu Fünft auf. In jedem dieser „Erscheinungsbilder“ geben sie den eigenen Songs und Verarbeitungen bekannter Stücke eine ganz spezielles Flair.

 

So werden sie dieses mal im Quartett, aber mit dem Ansatz eine intime, kammermusikalische Atmosphäre zu erzeugen, auf die Bühne der Friedenskirche gehen. Für diejenigen, welche die Band schon mit der Cellistin im Trio erlebt haben, wird es eine weitere interessante Farbe in der großen Palette von Malou.

 


3. Mai   Gisbert zu Knyphausen

Sieben Jahre! Das muss man sich mal vorstellen, was das in Stunden, Nächten, Atemzügen ist. Auf jeden Fall eine Menge Zeit ohne neue Lieder von Gisbert zu Knyphausen, dessen Lieder so vielen Menschen beim Leben helfen. Vor sieben Jahren ist sein letztes Album erschienen, jetzt kommt das neue, es heißt Das Licht dieser Welt. Dazwischen ist viel passiert, auch Musik, dazu später mehr. Jetzt erstmal Freude, dass er wieder da ist, denn einen wie ihn gibt's da draußen nicht, wo seit Jahren immer mehr Musiker auf Deutsch singen, aber eben nicht wie Gisbert. Sie überziehen alles mit Sepia, kondensieren die Komplexität des Daseins auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, damit sich das Menschlein nicht mehr so allein fühlt in der großen weiten Welt – Pathos, Trost und Durchhaltehymnen. Bei Gisbert war das schon immer ganz wunderbar anders. Er geht nie in die Breite, sondern immer in die Tiefe, mitten rein in das Wesen der Dinge. Er berührt die Menschen mit seinen Texten wie kein anderer. Er hat eine Sprache gefunden für das, was wir fühlen aber so schwer greifen können. Er schraubt einem das Herz auf und den Kopf, gibt keine Auswege oder billigen Ratschläge, sondern etwas viel Wertvolleres: Erkennen und Erkenntnis. Seine Poesie weitet den Blick, seine Melancholie neigt sich ins Licht, und bei all dem Schmerz und all der Sehnsucht ist da immer auch Hoffnung, dieses wunderbare Weiter, eine Liebe zum Leben und zu den Menschen. Kaum ein deutscher Musiker wird so innig von seinen Anhängern verehrt wie er, deswegen geht jetzt ein Seufzen durchs Land, denn Gisbert zu Knyphausen hat ein paar neue Lieder geschrieben.

 

 

 

„Kaum ist die Nabelschnur ab,

 

schon stehen wir alle auf dem Schlauch.“

 

 


4. Mai   Wenzel & Band

Die Hand am Puls, den Finger in der Wunde, das Ohr am Atem der Welt – Wenzel & Band fahren  auf ihren Reisen durch die Schönheiten und Häßlichkeiten, durch Städte und Landschaften mit  voller Kraft, tanzend und singend und vermessen mit ihrer unvergleichlichen Art die Gründe  sanften Widerstands. Mit den zärtlichen Gesten der Poesie und mit derben Possen und Rhythmen,  die das Herz aufbrausen lassen und den Mut entfachen, kneifen sie nicht vor den Widersprüchen. Rum, Rauch und Sehnsucht haben ihre Spuren hinterlassen in der Stimme, die von so Vielem zu  singen vermag. Ein Fest für all jene, denen Denken und Tanzen nicht zu anstrengend ist. Lieder aus gut vierzig Alben, Neues, Unbekanntes, Vergessenes finden in diesem Konzert  zueinander. Ein Fest für das Leben inmitten der aus den Fugen geratenen Welt.
Wenzel ist Autor, Komponist, Musiker, Sänger, Schauspieler und Regisseur. Tourneen führten ihn durch Frankreich, Österreich, Amerika, Nikaragua, Kuba, die Türkei, u.a.. Wenzel stand mit Arlo Guthrie, Randy Newman, Billy Bragg, Konstantin Wecker und vielen anderen Musikern auf der Bühne. Wenzel hat Ehrungen überstanden von der GOLDENEN AMIGA, dem Heinrich-Heine-Preis über den Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (acht Mal), sowie den Preis der Liederbestenliste. Wenzel bleibt sich treu und kümmert sich weder um Schubladen noch modische Attitüden. Sein Werk speist sich aus einer schier unerschöpflichen Quelle. Neue, unveröffentlichte Lieder und beinah in Vergessenheit geratene, frühe Lieder, finden in diesem  besonderen Konzert zusammen. Erleben Sie das neue Programm „Heimweh nach dem Mond“ des poetischsten Musikers und Sängers des Landes mit seiner  exzellenten Band!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Mai     Ensemble Nu:n                                                                 
Gert Anklam – Saxophone                Falk Zenker Gitarre/ Liveelektronik              Cora Schmeiser Gesang, Rezitation

Das Ensemble Nu:n verbindet die zeitlose Schönheit und spirituelle Kraft mittelalterlicher Musik mit gegenwärtigen Klängen und Improvisationen. Für das Konzert interpretieren die Musiker sowohl höfische Musik wie sie in den mittelalterlichen Burgen erklungen haben könnte, als auch geistliche Gesänge aus der Zeit der Romanik und Gotik.

Kraftvolle Gregorianik und engelsgleiche Gesänge von Hildegard von Bingen (1098-1179) entführen in die mystische Gedankenwelt des Mittelalters. Liebestrunkene Troubadourlieder und Estampietänze vermitteln Lebensfreude eines mittelalterlichen Burgfestes. Leidenschaftlich behutsam greift Nu:n diese historische Musik auf und inszeniert sie in ihrem inspirierend-raffinierten Crossover aus Alter Musik, Jazz, Weltmusikmoderne im Hier und Jetzt.